Arn Strohmeyer - Journalist und Autor - Portrait - Griechenland-Bücher - Bücher über die deutsche Gegenwart und Vergangenheit


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Deutsche und Griechen - An der Universität Münster gibt es einen sehr aktiven Griechenlandkreis, der auch jedes Jahr ein Seminar veranstaltet. Ich habe dort 2010 zum Thema „Wo bist Du Land des Homer? Zwischen Antikenverehrung und Rassenhochmut: Das Griechenlandbild der deutschen Wehrmacht während der Besatzungszeit 1941 -1944“ gesprochen. In der Reihe Choregia (Münstersche Griechenland-Studien) ist mein Vortrag 2011 als Text erschienen. Er macht deutlich, wie zwiespältig das Verhältnis zwischen Deutschen und Griechen leider noch immer ist, weil die Deutschen zwar die antiken Hellenen und ihre große Kultur stets bewundert haben, auf ihre Nachfahren aber bis heute eher mit Hochmut und Arroganz herabblicken. Durch die Griechenlandkrise im Jahr 2010 hat der Text noch zusätzliche Aktualität bekommen. Die griechische Zeitschrift.NEA HESTIA (Februarheft 2011) hat meinen Text auch abgedruckt, die rührige Niki Eideneier vom Romiosini-Verlag hat ihn ins Griechische übersetzt, wofür ich ihr sehr dankbar bin. ISBN 978-3-934017-13-9 Verlag C. Lienau Münster 2011 Mythos Matala/ The myth of Matala Ein Fotoband aus den 60er und 70ern/ Photographs from the sixties and seventies 2011 Noch einmal Matala und seine Blumenkinder. Das Internet machte es möglich, Verbindungen mit Matala-„Veteranen" in der ganzen Welt herzustellen, die zumeist auch Fotos aus dieser Zeit hatten. So wurde die Idee geboren, einen zweisprachigen, deutsch-englischen Fotoband über Matalas „wilde Jahre" zu machen. Herausgekommen ist ein wunderschönes Buch mit etwa hundert Originalaufnahmen. Ich habe einen Essay zum Verständnis der Zeit und der Bilder verfasst. Die Fotografen der Fotos beschreiben in eigenen Texten, wie sie Matala „damals“ erlebt haben. Wer die Hippies und ihre Epoche verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum. Verlag Thomas Balistier, Mähringen, ISBN 978-3-937108-26-1, 24,80 Euro Faszination Kreta Impressionen von einer alten und doch jungen Insel  2010 Kreta ist für mich zu einer lebenslangen Liebe geworden. Die Insel fasziniert mich noch immer, obwohl ich sie nun seit über 40 Jahren kenne. Welcher andere Landstrich oder welche andere Insel auf dieser Welt kann mit so wunderbaren Landschaften, so viel Geschichte und Kultur, so offenen und herzlichen Menschen aufwarten? „Faszination Kreta“ ist eine Neubearbeitung meines Buches „Sorbas war ganz anders“, das ausgelaufen ist. Meine Haupthelden Sorbas, Psarantonis, Alexandros (von Phaistos), die Blumenkinder von Matala und viele andere sind natürlich geblieben, aber ich habe viele Abschnitte des Buches mit neuen Eindrücken und Erlebnissen angereichert und mehrere Kapitel ganz neu geschrieben. Das musste sein, denn diese Insel lebt und entwickelt sich weiter (d.h. man muss sie ständig neu und anders wahrnehmen) und bleibt doch immer das ewige, uralte – von mir so geliebte – Kreta!Thomas Balistier-Verlag, ISBN 978-3-937 108-19-3 Reise nach Kreta 2009Dieses wunderschöne und informative Kreta-Buch hat der Schweizer Unionsverlag (Zürich) herausgegeben. Es betrachtet die große Insel aus den verschiedensten Blickwinkeln: Mythen, Landschaften und ihre Menschen, Städte und Dörfer, Kultur, archäologische Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Musik, Küche sowie Wein und Raki werden beschrieben. Es ist eine Anthologie, in der verschiedene Autoren – manche mit großen Namen wie Nikos Kazantzakis, Henry Miller, André Gide, Mikis Theodorakis und Jaques Lacarrière – vertreten sind. Ich bin mit der Schilderung des Labyrinths bei Gortyn dabei.ISBN 978-3-293-20472-0 Die Pythagoras-Akte 2008  Dies ist mein erster Roman, wobei ich mich gleich an einen schwierigen historischen und philosophischen Stoff gewagt habe. Denn fremde Welten begegnen sich in diesem Text: Ein nationalsozialistischer Wissenschaftler, der eine merkwürdige Wende in seinem Leben vollzieht, das bunte Leben der Hippies im südkretischen Matala in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die geheimnisvolle Gestalt des antiken Philosophen Pythagoras bilden den Hintergrund für ein dramatisches Geschehen. Ein mutiger Mann setzt dem Chaos in der Welt die ordnende Kraft der Schönheit und der Musik entgegen ... Simmering-Verlag ISBN 978-3-927723-66-5 Damals in Matala. Von Hippies, Höhlen und Dylan-Songs 2006 Das kleine Fischerdorf Matala mit seinen Höhlenfelsen war in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Welttreffpunkt der Hippies. Ich war zwar damals kein Hippie, sondern ein braver Student, aber man musste einfach dort gewesen sein, um mitreden zu können. Ich habe im Frühjahr 1967 mit den Blumenkindern in den Höhlen gewohnt. Dieses Buch erzählt in authentischen Berichten von Matala-Reisenden, wer die Hippies waren, warum sie hierher in den Süden Kretas kamen und wie sie im Dorf und in den Höhlen lebten. Der Mythos Matala ersteht vor den Augen des Lesers in psychedelischer Buntheit, wird aber auch kritisch hinterfragt. M. Simmering-Verlag, ISBN-Nr. 3-927723-60-6 Dichter im Waffenrock. Erhart Kästner in Griechenland und auf Kreta 1941 bis 1945 Mähringen 2006Erhart Kästner ist noch heute ein Kultautor für viele Griechenland- und Kreta-Reisende. Nur wenige wissen aber, dass dieser Autor seine ersten Hellas-Bücher im Auftrag der deutschen Wehrmacht geschrieben hat, die ihn als "Dichter im Waffenrock" zu Propagandazwecken auf Reisen durch das Land und über die Inseln schickte. In Kreta verbrachte er in dieser Zeit fast zwei Jahre. Kästner schaute über die grausamen Verbrechen des von den Deutschen entfachten Krieges einfach hinweg, schilderte Land und Leute ganz im Sinne seiner nationalsozialistischen Auftraggeber – und schrieb seine Bücher nach dem Krieg – gereinigt von aller braunen Ideologie – einfach um. Eins von vielen traurigen Beispielen deutscher Vergangenheitsbewältigung. Verlag Dr. Thomas Balistier, Mähringen, ISBN-Nr. 3-937108-07-6  (Der alte Text "Der Dichter, die Insel und der Krieg" ist vergriffen) Sorbas war ganz anders. Kretische Impressionen Lilienthal 2003Kreta ist für mich nach meiner ersten Reise dorthin im Jahr 1967 eine große Faszination geblieben. In diesem Buch schildere ich "mein" Kreta – wie ich seine geschichtsgesättigte und mythenbeladene Erde, ihre grandiosen Landschaften und ihre herzlichen und traditionsbewussten Menschen erlebt habe. Bei aller Kritik an vielen Fehlentwicklungen, die es hier auch gibt, ist das Buch eine Liebeserklärung an diese große und wunderbare Insel. (Kapitel über: Nikos Kazantzakis und seinen Romanhelden Alexis Sorbas, Psarantonis, die Hippies von Matala, das Labyrinth bei Castelli, Henry Miller in Kreta, Chania, den Maler Peter Foeller, Kretas vergessene Antike, Lentas u.a.) M. Simmering-Verlag, ISBN-Nr. 3-927723-53-3 Lentas – ein Dorf am Lybischen Meer Bremen 2000 Lentas – der kleine kretische Flecken hinter den Asterousa-Bergen am Lybischen Meer ist in den letzten Jahren ein Refugium für eher kontemplative Naturen vor dem lauten Trubel in den anderen Küstenorten geworden. Eine einmalige Landschaft, raue aber herzliche Menschen, die Einfachheit des Lebens hier und die große Geschichte des Dorfes – er war in der Antike ein bekannter Heilort – machen den Zauber von Lentas aus. Ich liebe diesen kleinen Ort über alles, aber es ist eine Liebe voller Wehmut, denn die Frage ist: wie lange wird es ihn so noch geben. Wiedersehen mit Apoll. Griechische Reisen Donat Verlag Bremen 1998 Reisebeschreibungen durch Griechenland und Kreta. Aber nicht, wie sie im Reiseführer stehen, sondern eher aus einer kontemplativ-philosophischen Haltung heraus, die am Beispiel einzelner Orte belegen soll, wie modern das Denken der antiken Griechen und ihre Mythologie heute noch sind, wenn man sie nur richtig versteht. Der Gott der Musik und des Lichts Apoll war auf meinen Wanderungen durch Hellas mein geistiger Weggefährte. Aber auch Begegnungen mit dem heutigen Griechenland kommen nicht zu kurz. (Kapitel u. a. über: Delphi, Parnass, Olympia, Alt-Epidaurus, Ephyra, Aulis, Ida-Gebirge, Lentas und Nikos Kazantzakis, Matala) Ich hatte einen Traum ... Mein Südkreta zwischen Matala und Lentas,  Bremen 1994 Ich habe Kreta und seinen Süden noch vor dem Eintreffen der großen Touristenströme in den siebziger Jahren kennen gelernt. Diesen Traum einer vermeintlich noch archaischen Ursprünglichkeit habe ich mir in meiner Erinnerung bewahrt. Sehr viel unwiederbringliche Schönheit ist seitdem im Namen des profitbringenden Fremdenverkehrs und eines vermeintlichen Fortschritts zerstört worden. Ich bin dieser herrlichen Landschaft zwischen Matala und Lentas mit ihren grandiosen historischen und kulturellen Schätzen, dennoch bis heute treu geblieben. Aus dem flüchtigen Kennenlernen 1967 ist eine lebenslange Liebe geworden ... Reise nach Matala, Bremen 1994 Der Text schildert meine erste Reise 1967 nach Griechenland und Kreta. In den Höhlen von Matala erlebte ich die Hippies, die damals ihre große Zeit hatten. Mit romantischer Sehnsucht, aber auch mit kritischen Reflexionen denke ich in diesem Buch an die Zeit des - zunächst ganz unpolitischen - Protestes und des Aufbruchs einer rebellischen Jugend zurück, die heute schon so unendlich fern scheint. Trotz alledem: Ich bin froh, dass ich "dabei" war. Brennpunkt Nahost Stimmen des „anderen Israel“ Im Nahen Osten sieht es nicht nach Frieden aus. Israel baut völkerrechtswidrig und unbeeindruckt von den Protesten in aller Welt seine Siedlungen auf palästinensischem Gebiet aus. Den Palästinensern bleibt kein Land mehr für ihren Staat. Im Gaza-Streifen haben die Zerstörungen durch Israels Krieg an der Jahreswende 2008/2009 und die anhaltende Blockade Hunger, Elend und völlige Hoffnungslosigkeit erzeugt. Ich habe einige prominente Israelis und Juden, die dieser Politik kritisch gegenüberstehen, befragt: Gibt es überhaupt noch eine Chance für den Frieden? Wie sehen sie die Zukunft Israels? Müssen wir Deutsche zu dem, was dort geschieht, schweigen? Außerdem habe ich Bücher wichtiger jüdischer Intellektueller nach ihrer Position zu diesem Konflikt befragt. (Die Broschüre kann vom Verfasser für sechs Euro plus Porto direkt bezogen werden.) Mythos Worpswede? Eine Künstlerdorf auf der Flucht vor seiner Geschichte Die Künstlerkolonie Worpswede feiert im Jahr 2009 ihr 120-jähriges Jubiläum. Das war Anlass für mich, in einem Essay noch einmal nach den weltanschaulichen Grundlagen und Motiven des Auszuges mehrerer Maler in das Moordorf unweit von Bremen zu fragen. Denn ihre dort geschaffene Kunst hatte einen eindeutigen ideologischen Hintergrund, der sie dann auch in gefährliche Nähe zum Nationalsozialismus gebracht hat. Das Künstlerdorf selbst wehrt sich heute mit Vehemenz gegen die Einsicht in die Zusammenhänge der eigenen Geschichte, aber die Fakten sprechen klar für sich.  (Die Broschüre kann beim Verfasser über e-mail bestellt oder im „virtuellen-magazin.2000“ eingesehen werden) Volk ohne Hoffnung Eine Reise zu den Palästinensern hinter der Mauer Ich habe diese kleine Broschüre im Anschluss an eine Reise nach Israel und Palästina geschrieben. Das Vorgehen der Israelis gegen dieses Volk, das inzwischen offenbar – trotz allen Geredes über den Frieden – jede Hoffnung auf eine Besserung seiner Lage aufgegeben hat, macht tief betroffen. Vor Ort stellt sich die Situation noch viel schlimmer dar, als wir sie medial vermittelt bekommen. Bei aller historischen Verantwortung gegenüber Israel und den Juden – wir dürfen nicht darüber hinweg sehen, was in Palästina geschieht, wenn wir uns nicht mitschuldig machen wollen. Palästina geht uns alle an! (Die Broschüre kann über den Simmering-Verlag oder beim Verfasser für acht Euro plus Porto bestellt werden.) Simmering-Verlag - Mai 2008 - ISBN 978-3-927723-71-9 Vaters Masken Arn Strohmeyer rekonstruiert das Leben seines Vaters: Erziehung im kaiserlichen Kadettenkorps, steile Karriere als Journalist und Autor in der Weimarer Republik und im Dritten Reich sowie als anerkannter Blut- und Bodenschriftsteller. Dann Kriegsberichterstatter an fast allen Fronten. Hitler ruft den Vater auf den Obersalzberg, er soll dort ein Buch über sein Alpenidyll schreiben. Nach 1945 folgte der Absturz: Lange Haftjahre in DDR-Zuchthäusern, Heimkehr nach Westdeutschland in eine ihm fremde Wirtschaftswunderwelt und starres Festhalten am NS-Weltbild. Es folgten erbitterte Konflikte mit dem heranwachsenden Sohn und der frühe, unvorhergesehene einsame Tod des Vaters. Der Sohn geht zu den 68ern, um sich von diesem schweren Erbe zu befreien. Aber diese Hoffnung erfüllte sich nicht ... IATROS-Verlag - September 2005 - ISBN 3-937439-88-9 978-3-937439-88-4 Von Hyperborea nach Auschwitz Wege eines antiken Mythos - PapyRossa Verlag Köln - März 2005 Das Buch belegt die enge Beziehung, die zwischen okkulten und faschistischen Strömungen besteht. Viele Mythen haben in ihrer  Neuinterpretation bis in die Gegenwart hinein eine äußerst geschichtsmächtige Wirkung entfaltet. Der Mythos von den Hyperboräern gehört dazu. Er hat an der Entstehung der NS-ldeologie mitgewirkt, beflügelt Neonazis noch heute und hat in der Esoterik seinen festen Platz. Für die antiken Griechen führten die Hyperboräer in ihrer nördlichen Heimat ein glückliches Leben ohne Krankheit, Krieg und Tod. Sie standen für einen alten Menschheitstraum, der im Laufe der Geschichte immer wieder aufgegriffen wurde. Von irrationalistischen Ideologen und Propagandisten des Mythos wurden sie dagegen immer wieder und bis heute mißbraucht für ein rassisches »ldeal«, das zutiefst inhuman war. Hochschulschriften 58, 150 Seiten  -  EUR 14,00 [D] / SFR 25,30 ISBN 3-89438-328-3 Parsifal in Bremen. Richard Wagner, Ludwig Roselius und die Böttcherstraße VDG-Verlag Weimar 2002 Die Böttcherstraße, die der Bremer Kaffee-Kaufmann (Kaffee HAG) und Mäzen Ludwig Roselius in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in der Bremer Innenstadt errichten ließ, huldigt nicht nur der völkischen Weltanschauung ihres Erbauers, sie ist in ihrer Bauidee und Ausführung auch mit der radikal "deutschen" und antisemitischen Vorstellungswelt Richard Wagners und seiner geistigen Nachfahren eng verbunden. Ein Kapitel aus der Vorgeschichte des Nationalsozialismus Landschaft, Licht und niederdeutscher Mythos. Die Worpsweder Kunst und der Nationalsozialismus  (zusammen mit Kai Artinger und Ferdinand Krogmann), VDG-Verlag Weimar 2000 Worpswede bei Bremen ist die größte deutsche Künstlerkolonie. Sie wurde 1889 von mehreren Malern gegründet, die alle aus großen Städten hierher kamen und von der Weite der norddeutschen Landschaft und der Einfachheit des Lebens in dem Moordorf fasziniert waren. Der bis heute gepflegte Worpswede-Mythos verschweigt aber, dass diese Maler fast alle – aus einem tiefen Kulturpessimismus heraus – völkischen Vorstellungen anhingen und ihre Kunst deshalb später in enge geistige Nähe zu den ästhetischen Vorstellungen der Nationalsozialisten geriet. Mehrere Maler der Kolonie bekannten sich denn auch direkt zu Hitler und seiner Kunstpolitik.  Der Mitläufer. Manfred Hausmann und der Nationalsozialismus Donath Verlag Bremen 1998 Manfred Hausmann gilt noch heute als der Dichter der deutschen Innerlichkeit im 20. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat er sich in radikaler Weise dem protestantischen Christentum verschrieben. Dass Hausmann ein aktiver Mitläufer des Nationalsozialismus war, ist dagegen weniger bekannt. Das Buch zeigt überraschende Fakten und Zusammenhänge auf. Befreiung von der Wehrmacht? Dokumentation der Auseinandersetzung über die Ausstellung "Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 19bis 1944" in Bremen 1996/97 Bremen 1997 (zusammen mit Helmut Donat) Auch in Bremen schlugen die politischen Wellen anlässlich der Wehrmachtsausstellung hoch. Das Buch hat die Argumente des Streits zusammengestellt und kommentiert.  Atlantis ist nicht Troja. Über den Umgang mit einem Mythos Bremen 1997 Ist Troja mit Atlantis identisch? So hat es zumindest der deutsche Geoarchäologe Eberhard Zangger in zwei Bestsellern behauptet. Ich habe in diese Diskussion um Zangger eingegriffen und seine These widerlegt, was nicht sehr schwer war. Das Buch setzt sich aber auch kritisch mit dem esoterischen und – teils gefährlichen – politischen Unsinn auseinander, der mit Platons Atlantis-Mythos getrieben wird. Es versucht die Frage zu beantworten: Was können wir auf rationale Weise von Atlantis wissen und wo müssen wir es - so gesehen - suchen? Der gebaute Mythos. Das Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße Donat Verlag Bremen 1993 In der Bremer Innenstadt hat der Kaffee-Kaufmann und Mäzen Ludwig Roselius (Kaffee HAG) in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg eine ganze Straße (die Böttcherstraße) aufgekauft und nach seinen völkischen Ideen neu aufbauen lassen. Ein "Haus Atlantis" war dabei dem "Andenken der arisch-germanischen Vorfahren" gewidmet. Ein denkwürdiges Kapitel aus der Vorgeschichte des Nationalsozialismus. Roter Fels und brauner Mythos. Eine deutsche Reise nach Atlantis Frankfurt/ Main 1990 (vergriffen) Ist Helgoland der Rest der einstigen im Meer versunkenen Insel Atlantis? Die Suche nach dem mythischen Eiland hat die Menschen immer fasziniert. Die Deutschen haben in ihren völkischen Phantasien in den zwanziger Jahren Atlantis als "Heimat der Arier" ausgemacht. Das Buch setzt sich kritisch mit diesen esoterisch-völkischen Atlantis-Theorien auseinander, vor allem mit denen des friesischen Pastors Jürgen Spanuth, der nach dem Zweiten Weltkrieg großen Erfolg mit seiner Helgoland-Atlantis-These hatte. Visa frei bis Hawaii! Neue DDR-Witze und Demo-Sprüche Frankfurt/ Main 1990 (vergriffen) Honecker-Witze Frankfurt/Main 1988 (vergriffen) Da lacht selbst die Partei. Flüsterwitze aus der DDR, München 1981 (vergriffen) Deutsche und Griechen 2011 An der Universität Münster gibt es einen sehr aktiven Griechenlandkreis, der auch jedes Jahr ein Seminar veranstaltet. Ich habe dort 2010 zum Thema „Wo bist Du Land des Homer? Zwischen Antikenverehrung und Rassenhochmut: Das Griechenlandbild der deutschen Wehrmacht während der Besatzungszeit 1941 -1944“ gesprochen. In der Reihe Choregia (Münstersche Griechenland-Studien) ist mein Vortrag 2011 als Text erschienen. Er macht deutlich, wie zwiespältig das Verhältnis zwischen Deutschen und Griechen leider noch immer ist, weil die Deutschen zwar die antiken Hellenen und ihre große Kultur stets bewundert haben, auf ihre Nachfahren aber bis heute eher mit Hochmut und Arroganz herabblicken. Durch die Griechenlandkrise im Jahr 2010 hat der Text noch zusätzliche Aktualität bekommen. Die griechische Zeitschrift.NEA HESTIA (Februarheft 2011) hat meinen Text auch abgedruckt, die rührige Niki Eideneier vom Romiosini-Verlag hat ihn ins Griechische übersetzt, wofür ich ihr sehr dankbar bin. ISBN 978-3-934017-13-9 Verlag C. Lienau Münster 2011 „In Polen wartet eine neue Heimat auf Euch!“ Wie die NS-Dienststellen, die SS und die Wehrmacht den Holocaust in Griechenland durchführten Ich haben diesen Vortrag über den Holocaust in Griechenland am 6. März 2011 in Münster anlässlich des XVI. Griechenlandseminars gehalten. Die Tagung stand unter dem Motto „Griechenlands finsteres Jahrzehnt (1940 - 1950). Krieg, Okkupation und Bürgerkrieg“. Es ist wenig bekannt, dass Hitlers Schergen während der deutschen Besatzungszeit auch dort die Juden gejagt und in die Vernichtungslager deportiert haben. Am schlimmsten hat es die Juden in Thessaloniki getroffen, das alte jüdische Zentrum in Griechenland. Vor dem Krieg lebten dort etwa 53 000 jüdische Bürger. Sie wurden fast alle nach Auschwitz deportiert. Aber auch die Juden in anderen Städten und auf den Inseln wurden zusammengetrieben und abtransportiert. Tätig waren hier nicht nur Adolf Eichmanns Leute und die SS, sondern auch die Wehrmacht leistete tatkräftige Hilfe zum Massenmord. Von den etwa 70000 Juden in Griechenland überlebten nur 8500. Diesem düsteren Kapitel deutscher Geschichte in Hellas folgte dann die Fortsetzung in der jungen Bundesrepublik: Keiner der Täter wurde zur Rechenschaft gezogen und verurteilt. Der Vortrag ist in der Nr. 10 der Reihe Choregia, Münstersche Griechenland-Studien, im Verlag C. Lienau, Münster 2012, erschienen. ISBN 978-3 934017-14-6 Der heilende Gott im kretischen Lentas 2012 In dem kleinen Dorf Lentas im Süden Kretas am Libyschen Meer, das ich seit vielen Jahren immer wieder besuche, gibt es die Reste eines berühmten Asklepios-Heiligtums aus der Antike. Dieser Gott und sein Mysterienkult waren berühmt für ihre Heilerfolge bei körperlichen und seelischen Krankheiten. Ich bin dem einmal nachgegangen, was sich in diesen Heiligtümern damals Geheimnisvolles abgespielt hat und welche Einflüsse dieser Kult auf gewisse Richtungen der Psychotherapie - vor allem esoterische - bis heute ausübt. Hält eine solche Position einer kritischen Prüfung stand? Es ist ein spannendes Kapitel der Kulturgeschichte, das dieser antike Gott angestoßen hat. Aber natürlich werden auch das Heiligtum in Lentas und seine Geschichte ausführlich beschrieben.  (Diesen Band habe ich in kleiner Auflage im Selbstverlag publiziert. Er kann von mir direkt zum Preis von 12 Euro bezogen werden.)