Eine Antwort an meine Kritiker

Vorsicht AntisemitenDie Verteidiger der israelischen Politik in Deutschland greifen, wenn Kritiker unter Berufung auf die Menschenrechte und das Völkerrecht diese Politik kritisieren, schnell zum Antisemitismus-Vorwurf. Ich untersuche an einem prototypischem Fall – der Kritik des Bremer Grünen-Politikers und Vorsitzenden der Bremer Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Hermann Kuhn an meinem Buch Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt – die Argumente, auf die sich die Israel-Apologeten dabei stützen. Ich komme dabei zu dem Ergebnis, dass die Verteidiger Israels so gut wie ausschließlich ideologisch argumentieren, aber offenbar nur begrenzte Kenntnisse des Zionismus und seiner Geschichte haben. Oder sie tabuisieren und verdrängen die zionistische Realität, weil sie nicht in ihr Wunschbild von Israel passt. Der Antisemitismus-Vorwurf, den sie gegen die Kritiker der israelischen Politik verwenden, erweist sich damit in erster Linie als eine ideologische Waffe, die von Israels Vorgehen gegen die Palästinenser ablenken und Kritik an Israels Vorgehen ausschalten soll.

Arn Strohmeyer: Ist Antizionismus gleich Antisemitismus? Eine Antwort auf Kritiker meines Buches Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten, Gabriele SchäferVerlag Herne, ISBN 978-3-944487-48-9, 16,80 Euro

 

 

Israel – eine Demokratie oder Ethnokratie?

2016-2Dass Israel die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten ist, gilt in westlichen Staaten (USA und EU) als unumstößliches Dogma. Dieser Staat wird als „demokratische Insel“ im Meer der arabischen Diktaturen ringsum angesehen. Schon der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, sah den Judenstaat visionär „als Vorposten der Kultur gegen die Barbarei“, und Israel versteht sich heute als „Villa im (arabischen) Dschungel“. Dabei steht schon die zionistische Ideologie des Siedlerkolonialismus, die Israel von Anfang an geprägt hat, im Widerspruch zum Wesen der Demokratie westlichen Typs. Denn der israelische Staat konnte nur mit der Unterwerfung eines anderen Volkes und dem Raub seines Landes geschaffen werden. Heute leben im israelischen Herrschaftsbereich (Westbank und Gazastreifen) fast vier Millionen Palästinenser ohne jede bürgerlichen und demokratischen Rechte. Auch die Palästinenser in Israel selbst sind keine vollwertigen Bürger und weitgehenden Diskriminierungen ausgesetzt. Israel erweist sich so nicht als Demokratie, sondern als Ethnokratie mit demokratischen Elementen, denn die Juden sind die privilegierte und dominante Schicht. Ein Faktum, das mit den westlichen Werten von der Gleichheit aller Menschen und ihren unveräußerlichen Rechten nicht vereinbar ist.

Die einzige Demokratie im Nahen Osten? Israel und die westlichen Werte, Gabriele Schäfer Verlag Herne, 226 Seiten, 19,50 Euro, ISBN 978-3-944487-43-4

 


Der Holocaust, Israel und die Palästinenser

HolocaustDer Holocaust war eines der furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Ihm fielen nicht nur über fünf Millionen Juden zum Opfer, sondern auch Millionen anderer Menschen, die in der Ideologie der Nationalsozialisten „unwertes Leben“ darstellten. In Deutschland spielt diese monströse Untat in der Politik und im Alltagsleben kaum noch eine Rolle, sie findet bestenfalls in Reden an Gedenktagen noch routinemäßige Erwähnung. Anders in Israel. Hier ist der Holocaust auf staatliches Betreiben hin tief in das Bewusstsein der Menschen eingedrungen, er bestimmt alle Bereiche des Lebens, er ist dort allgegenwärtig. Ja, er ist zu einem Teil der israelischen Identität geworden. Die israelische Politik ist auch nie davor zurückgeschreckt, den Holocaust als moralisches Kapital für die eigenen Interessen einzusetzen und ihn für das Erreichen politischer Ziele zu instrumentalisieren. So setzt Israel die deutsche Schuld ganz bewusst als Druckmittel gegenüber deutschen Regierungen ein. Israel rechtfertigt aber auch seine völkerrechtswidrige Besatzungs-, Landraub- und Siedlungspolitik gegenüber den Palästinensern und damit die massive Verletzung der Menschenrechte mit dem Holocaust. Damit begibt sich dieser Staat nicht nur in ein großes moralisches Dilemma, sondern er nimmt offenbar auch einen großen Verlust seiner moralischen Glaubwürdigkeit in Kauf. Eine solche Rechtfertigung seiner Politik stellt zugleich auch eine extreme Trivialisierung dieses Mega-Verbrechens dar. Der Autor kritisiert einen solchen unwürdigen Umgang mit den Toten des Holocaust und versucht eine Antwort auf die Frage zu geben: Wie können wir uns heute angemessen erinnern?

Erinnern – aber wie? Israel zwischen Holocaust-Gedenken und Besatzungsunrecht, Gabriele Schäfer Verlag Herne; ISBN 978-3-944487-38-0, 14,90 Euro


Der Antisemitismus-Vorwurf und der Palästina-Konflikt

AntisemitismusDer Antisemitismus-Vorwurf steht in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen über den Palästina-Konflikt ständig im Raum. Handelt es sich dabei aber wirklich immer um Antisemitismus? Im Judentum gab es immer die beiden spaltenden Tendenzen der Absonderung, Abschottung und Isolation einerseits und der universellen Offenheit und Weltzugewandtheit andererseits. Durch die Entstehung des Staates Israel und die ihn tragende ethnisch-nationalistische Ideologie des Zionismus hat die erste Richtung deutlich die Dominanz erlangt. Da Israel den Anspruch erhebt, das ganze Judentum zu vertreten, hat der Antisemitismus-Begriff sich in der Weise verändert, dass er nicht mehr allein Hass auf Juden wegen ihres Jude-Seins meint, sondern nun jede Kritik an Israel und seiner äußerst umstrittenen Politik gegenüber den Palästinensern als solchen bezeichnet. Dieser Definition widersprechen aber die Universalisten, die sich für das Einhalten der jüdischen Ethik von Versöhnung, wahrer Gerechtigkeit und Nächstenliebe einsetzen. Der heute gängige und im öffentlichen politischen Diskurs benutzte Antisemitismus-Begriff erweist sich deshalb sehr oft als ein manipulativ und instrumentalisierend vorgebrachtes Argument, das einzig das Ziel verfolgt, die ethnisch-nationalistischen Interessen Israels zu vertreten und einzufordern. Gegen diese Form des Missbrauchs und der ideologischen Instrumentalisierung des Anti-Antisemitismus wendet sich dieses Buch.

Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten, Gabriele-Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-30-4, 17,80 Euro

 



Die Nakba in Haifa

NakbaDie Gründung des Staates Israel ist mit einem großen Unrecht verbunden: der systematischen Vertreibung der Palästinenser – der Nakba, (arabisch Katastrophe). In Deutschland sind die Ereignisse der Jahre 1947/48 wenig bekannt. Israelische Historiker wie Simcha Flapan, Benny Morris und Ilan Pappe – haben sie aber im Einzelnen erforscht und die Ergebnisse ihrer Arbeiten an die Öffentlichkeit gebracht. Besonders grausam traf es die Stadt Haifa, die die jüdischen Truppen im April 1948 (also noch vor Ausrufung des Staates durch den Zionistenführer Ben Gurion) stürmten und die meisten arabischen Einwohner vertrieben. Anlässlich des Zeigens der Nakba Ausstellung in Bremen (Februar/März 2015) habe ich diese Broschüre geschrieben, die die Ereignisse jener dramatischen Tage dort nachzeichnet. Ich habe mich dabei ausschließlich auf israelische Quellen gestützt. Für Bremen ist die Geschichte Haifas von besonderer Bedeutung, da es seine Partnerstadt ist.

Die Broschüre kann beim Verfasser Stück bezogen werden (arn.strohmeyer@web.de).

Deutschlands Mitschuld am Nahost-Konflikt

Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen“, hat der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser geschrieben, der als Jude im „Dritten Reich“ emigrieren musste. Mit diesem Satz hat er die ganze unheilvolle Beziehung zwischen Deutschland, Israel und den Palästinensern geschildert. Deutschland hat unter Berufung auf die Verbrechen der Nazis an den Juden den Staat Israel von Anfang an rückhaltlos unterstützt – politisch, wirtschaftlich und militärisch und tut das auch heute noch. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das deutsche „Staaträson“. Israel konnte sich aber als Staat nur etablieren, weil sein Siedlerkolonialismus ein anderes Volk – die Palästinenser – aus ihrer Heimat vertrieb, ihr Land raubte und ihre Gesellschaft und Kultur zerstörte. Dieser Prozess dauert bis heute an und macht eine Friedenslösung im Nahen Osten unmöglich. Durch den bedingungslosen Beistand, den Deutschland für Israel leistet, unterstützt es die aggressive und völkerrechtswidrige Expansions- und Besatzungspolitik dieses Staates. Es ist damit an der Unterdrückung der Palästinenser direkt beteiligt. Da diese Politik Israels aber ohne Zukunftsperspektive ist und seine eigene Existenz gefährdet, droht Deutschland sich ein weiteres Mal an den Juden schuldig zu machen. Dieses Buch zeigt auf, warum eine andere Nahost-Politik unbedingt nötig ist.

Das verhängnisvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser, Gabriele Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-14-4, 19,50 Euro (www.gabrieleschaeferverlag.de)

 

 

Wer rettet Israel
Ein Staat am Scheideweg

Dieses Buch stellt in großen Zügen die Geschichte Israels dar, stützt sich dabei aber nicht auf das sogenannte israelische Narrativ, also die offizielle zionistische Version der israelischen Staatsideologie, sondern legt vor allem die Forschungen der sogenannten „Neuen Historiker“ zu Grunde. Dabei handelt es sich um eine Schule israelischer Geschichtsforscher, die dem Zionismus kritisch oder zumindest mit Distanz gegenübersteht. Der Text beschreibt dann den Ist-Zustand der israelischen Politik - eine Politik der Landnahme, der Unterdrückung und Entrechtung des palästinensischen Volkes, die nun schon seit Jahrzehnten andauert. Israel ist heute schon ein Apartheidstaat, der an das frühere Südafrika unter der weißen Herrschaft erinnert. An einer Lösung des Problems ist weder die israelische Führung noch die Bevölkerung interessiert. Man setzt ausschließlich auf militärische Überlegenheit, will mit ihr den Status quo bewahren, schafft weiter Fakten (etwa mit der Siedlungspolitik) und hofft, dass die Zeit für Israel arbeitet. Ziel ist immer noch die Schaffung eine Groß-Israel. Jede Kritik an dieser gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte verstoßenden Politik wird mit dem - in diesem Zusammenhang völlig unangebrachten - Antisemitismus-Vorwurf abgewehrt. Es ergibt sich automatisch die Frage: Kann Israel mit der Fortführung einer solchen Politik der Überheblichkeit und Selbstisolierung überleben? Der Westen einschließlich Deutschland schweigt nicht nur über das, was in den besetzten Gebieten geschieht, sondern unterstützt diese Politik mit allen Mitteln und verstößt damit gegen sein eigenes politisches Wertesystem. Auch der Mainstream der deutschen Medien steht hinter diesem Kurs. Dabei wäre Druck auf Israels Politik angesagt, um es - in seinem eigenen Interesse - von seinem verhängnisvollen Irrweg abzubringen. Dieses Buch macht deutlich, wie sehr unser Israel-Bild unbedingt der Korrektur bedarf.

(Das Buch hat 275 Seiten, kostet 16 Euro und kann über meine email-Adresse arn.strohmeyer@web.de bezogen werden)
 

 

Brennpunkt Nahost
Stimmen des „anderen Israel“

Im Nahen Osten sieht es nicht nach Frieden aus. Israel baut völkerrechtswidrig und unbeeindruckt von den Protesten in aller Welt seine Siedlungen auf palästinensischem Gebiet aus. Den Palästinensern bleibt kein Land mehr für ihren Staat. Im Gaza-Streifen haben die Zerstörungen durch Israels Krieg an der Jahreswende 2008/2009 und die anhaltende Blockade Hunger, Elend und völlige Hoffnungslosigkeit erzeugt. Ich habe einige prominente Israelis und Juden, die dieser Politik kritisch gegenüberstehen, befragt: Gibt es überhaupt noch eine Chance für den Frieden? Wie sehen sie die Zukunft Israels? Müssen wir Deutsche zu dem, was dort geschieht, schweigen? Außerdem habe ich Bücher wichtiger jüdischer Intellektueller nach ihrer Position zu diesem Konflikt befragt.

(Die Broschüre kann vom Verfasser für sechs Euro plus Porto direkt bezogen werden.)

 

 


Mythos Worpswede?
Eine Künstlerdorf auf der Flucht vor seiner Geschichte

Die Künstlerkolonie Worpswede feiert im Jahr 2009 ihr 120-jähriges Jubiläum. Das war Anlass für mich, in einem Essay noch einmal nach den weltanschaulichen Grundlagen und Motiven des Auszuges mehrerer Maler in das Moordorf unweit von Bremen zu fragen. Denn ihre dort geschaffene Kunst hatte einen eindeutigen ideologischen Hintergrund, der sie dann auch in gefährliche Nähe zum Nationalsozialismus gebracht hat. Das Künstlerdorf selbst wehrt sich heute mit Vehemenz gegen die Einsicht in die Zusammenhänge der eigenen Geschichte, aber die Fakten sprechen klar für sich.
 

(Die Broschüre kann beim Verfasser über e-mail bestellt oder im „virtuellen-magazin.2000“ eingesehen werden)

 

 

 

Volk ohne Hoffnung
Eine Reise zu den Palästinensern hinter der Mauer

Ich habe diese kleine Broschüre im Anschluss an eine Reise nach Israel und Palästina geschrieben. Das Vorgehen der Israelis gegen dieses Volk, das inzwischen offenbar – trotz allen Geredes über den Frieden – jede Hoffnung auf eine Besserung seiner Lage aufgegeben hat, macht tief betroffen. Vor Ort stellt sich die Situation noch viel schlimmer dar, als wir sie medial vermittelt bekommen. Bei aller historischen Verantwortung gegenüber Israel und den Juden – wir dürfen nicht darüber hinweg sehen, was in Palästina geschieht, wenn wir uns nicht mitschuldig machen wollen. Palästina geht uns alle an! (Die Broschüre kann über den Simmering-Verlag oder beim Verfasser für acht Euro plus Porto bestellt werden.)

Simmering-Verlag - Mai 2008 - ISBN 978-3-927723-71-9

 

 

 

Vaters Masken

Arn Strohmeyer rekonstruiert das Leben seines Vaters: Erziehung im kaiserlichen Kadettenkorps, steile Karriere als Journalist und Autor in der Weimarer Republik und im Dritten Reich sowie als anerkannter Blut- und Bodenschriftsteller. Dann Kriegsberichterstatter an fast allen Fronten. Hitler ruft den Vater auf den Obersalzberg, er soll dort ein Buch über sein Alpenidyll schreiben.

Nach 1945 folgte der Absturz: Lange Haftjahre in DDR-Zuchthäusern, Heimkehr nach Westdeutschland in eine ihm fremde Wirtschaftswunderwelt und starres Festhalten am NS-Weltbild. Es folgten erbitterte Konflikte mit dem heranwachsenden Sohn und der frühe, unvorhergesehene einsame Tod des Vaters. Der Sohn geht zu den 68ern, um sich von diesem schweren Erbe zu befreien. Aber diese Hoffnung erfüllte sich nicht ...

IATROS-Verlag - September 2005 - ISBN 3-937439-88-9 978-3-937439-88-4

 

 

Von Hyperborea nach Auschwitz
Wege eines antiken Mythos
- PapyRossa Verlag Köln - März 2005

Das Buch belegt die enge Beziehung, die zwischen okkulten und faschistischen Strömungen besteht. Viele Mythen haben in ihrer  Neuinterpretation bis in die Gegenwart hinein eine äußerst geschichtsmächtige Wirkung entfaltet. Der Mythos von den Hyperboräern gehört dazu. Er hat an der Entstehung der NS-ldeologie mitgewirkt, beflügelt Neonazis noch heute und hat in der Esoterik seinen festen Platz. Für die antiken Griechen führten die Hyperboräer in ihrer nördlichen Heimat ein glückliches Leben ohne Krankheit, Krieg und Tod. Sie standen für einen alten Menschheitstraum, der im Laufe der Geschichte immer wieder aufgegriffen wurde. Von irrationalistischen Ideologen und Propagandisten des Mythos wurden sie dagegen immer wieder und bis heute mißbraucht für ein rassisches »ldeal«, das zutiefst inhuman war.

Hochschulschriften 58, 150 Seiten  -  EUR 14,00 [D] / SFR 25,30 ISBN 3-89438-328-3


 


Parsifal in Bremen. Richard Wagner, Ludwig Roselius und die Böttcherstraße
VDG-Verlag Weimar 2002

Die Böttcherstraße, die der Bremer Kaffee-Kaufmann (Kaffee HAG) und Mäzen Ludwig Roselius in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg in der Bremer Innenstadt errichten ließ, huldigt nicht nur der völkischen Weltanschauung ihres Erbauers, sie ist in ihrer Bauidee und Ausführung auch mit der radikal "deutschen" und antisemitischen Vorstellungswelt Richard Wagners und seiner geistigen Nachfahren eng verbunden. Ein Kapitel aus der Vorgeschichte des Nationalsozialismus


 

 

 

 

Landschaft, Licht und niederdeutscher Mythos. Die Worpsweder Kunst und der Nationalsozialismus
(zusammen mit Kai Artinger und Ferdinand Krogmann), VDG-Verlag Weimar 2000

Worpswede bei Bremen ist die größte deutsche Künstlerkolonie. Sie wurde 1889 von mehreren Malern gegründet, die alle aus großen Städten hierher kamen und von der Weite der norddeutschen Landschaft und der Einfachheit des Lebens in dem Moordorf fasziniert waren. Der bis heute gepflegte Worpswede-Mythos verschweigt aber, dass diese Maler fast alle – aus einem tiefen Kulturpessimismus heraus – völkischen Vorstellungen anhingen und ihre Kunst deshalb später in enge geistige Nähe zu den ästhetischen Vorstellungen der Nationalsozialisten geriet. Mehrere Maler der Kolonie bekannten sich denn auch direkt zu Hitler und seiner Kunstpolitik.

 

 

 

 

Der Mitläufer. Manfred Hausmann und der Nationalsozialismus
Donath Verlag Bremen 1998

Manfred Hausmann gilt noch heute als der Dichter der deutschen Innerlichkeit im 20. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat er sich in radikaler Weise dem protestantischen Christentum verschrieben. Dass Hausmann ein aktiver Mitläufer des Nationalsozialismus war, ist dagegen weniger bekannt. Das Buch zeigt überraschende Fakten und Zusammenhänge auf.

 

 

 

 

 

Befreiung von der Wehrmacht? Dokumentation der Auseinandersetzung über die Ausstellung "Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" in Bremen 1996/97
Bremen 1997 (zusammen mit Helmut Donat)

Auch in Bremen schlugen die politischen Wellen anlässlich der Wehrmachtsausstellung hoch. Das Buch hat die Argumente des Streits zusammengestellt und kommentiert.

 



 

 

 

Atlantis ist nicht Troja. Über den Umgang mit einem Mythos
Bremen 1997

Ist Troja mit Atlantis identisch? So hat es zumindest der deutsche Geoarchäologe Eberhard Zangger in zwei Bestsellern behauptet. Ich habe in diese Diskussion um Zangger eingegriffen und seine These widerlegt, was nicht sehr schwer war. Das Buch setzt sich aber auch kritisch mit dem esoterischen und – teils gefährlichen – politischen Unsinn auseinander, der mit Platons Atlantis-Mythos getrieben wird. Es versucht die Frage zu beantworten: Was können wir auf rationale Weise von Atlantis wissen und wo müssen wir es - so gesehen - suchen?


 


 

Der gebaute Mythos. Das Haus Atlantis in der Bremer Böttcherstraße
Donat Verlag Bremen 1993

In der Bremer Innenstadt hat der Kaffee-Kaufmann und Mäzen Ludwig Roselius (Kaffee HAG) in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg eine ganze Straße (die Böttcherstraße) aufgekauft und nach seinen völkischen Ideen neu aufbauen lassen. Ein "Haus Atlantis" war dabei dem "Andenken der arisch-germanischen Vorfahren" gewidmet. Ein denkwürdiges Kapitel aus der Vorgeschichte des Nationalsozialismus.



 

 

 

Roter Fels und brauner Mythos. Eine deutsche Reise nach Atlantis
Frankfurt/ Main 1990 (vergriffen)

Ist Helgoland der Rest der einstigen im Meer versunkenen Insel Atlantis? Die Suche nach dem mythischen Eiland hat die Menschen immer fasziniert. Die Deutschen haben in ihren völkischen Phantasien in den zwanziger Jahren Atlantis als "Heimat der Arier" ausgemacht. Das Buch setzt sich kritisch mit diesen esoterisch-völkischen Atlantis-Theorien auseinander, vor allem mit denen des friesischen Pastors Jürgen Spanuth, der nach dem Zweiten Weltkrieg großen Erfolg mit seiner Helgoland-Atlantis-These hatte.

 

 

 

Visa frei bis Hawaii! Neue DDR-Witze und Demo-Sprüche
Frankfurt/ Main 1990 (vergriffen)

 

 



Honecker-Witze
Frankfurt/Main 1988 (vergriffen)

 

 



Da lacht selbst die Partei. Flüsterwitze aus der DDR,
München 1981 (vergriffen)